Junge Union gründet Metropolverband
Sonntag, 1.August 2010Bremen, Cuxhaven, Osterholz & Verden verstärken ihre Zusammenarbeit –
Malte Engelmann übernimmt den Vorsitz des neuen Verbandes
Die Junge Union in der Metropolregion Bremen beschreitet neue Wege. Auf einer gemeinsamen Sitzung in Osterholz-Scharmbeck vereinbarten die jungen Christdemokraten eine sehr enge Kooperation in der Region. Zu diesem Zweck gründeten der Landesverband Bremen, die Kreisverbände Osterholz und Verden, sowie der Stadtverband Cuxhaven den länderübergreifenden „JU Metropolverband Bremen“. Hinsichtlich der Zielsetzung und der Aufgaben des neuen Verbandes waren sich die Vorsitzenden der vier JU-Verbände einig und stellten diese auf ein solides Fundament, indem sie die „Osterholzer rklärung“ unterzeichneten, die der zukünftigen Arbeit einen Rahmen geben soll. Diese Erklärung war im Vorfeld gemeinsam erarbeitet und in allen Verbänden diskutiert und einstimmig beschlossen worden. Der neugegründete Verband soll Konzepte für die Zukunft der Region entwickeln und Themen diskutieren, die die Grenzen der Bundesländer überschreiten.
Um die Vernetzung und Kooperation zu koordinieren, hat der neugeschaffene Metropolrat der Jungen Union, in den die gleiche Anzahl von Vertretern aus jedem der Mitgliedsverbände entsandt wird, am Samstag zum ersten Mal einen Metropolvorstand gewählt. Das Ziel: Er soll die Interesse des neuen Metropolverbandes nach außen vertreten. Zum Vorsitzenden wählten die Vertreter der Mitgliedsverbände den ehemaligen Bremer JU-Landesvorsitzenden Malte Engelmann einstimmig. Malte Engelmann (31) führte den Bremer Landesverband bis zum April diesen Jahres.
Sein Nachfolger als Bremer Landesvorsitzender, Daniel Buljevic, zeigte sich über die Entscheidung hoch erfreut: „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, einen so erfahrenen Vorsitzenden für das neue Amt zu finden. Malte Engelmann ist in der Region hervorragend vernetzt und sehr angesehen. Und er hat als Landesvorsitzender bewiesen, dass er einen solchen Verband führen kann. Ich bin davon überzeugt, dass es uns mit ihm gelingt, den Kooperationsprozess erfolgreich zu meistern.“
Als Stellvertreter fungieren die Vorsitzenden der Verbände Daniel Buljevic (Bremen), Christoph Frauenpreiß (Cuxhaven), Marie Jordan (Osterholz) und Christopher Dürr (Verden).
Zu den ersten Gratulanten gehörte die Osterholzer CDU-Kreisvorsitzende Brunhilde Rühl, die gerne zu dem Gründungstreffen der jungen Christdemokraten in der Kreisstadt gekommen war. „Ich finde es beeindruckend, was die Junge Union hier geschaffen hat. Ich sehe den Metropolverband als zukunftsweisendes Projekt und glaube, dass unsere Nachwuchspolitiker mit dieser Zusammenarbeit uns den Weg zeigen, den auch wir als CDU gehen sollten.“
Malte Engelmann ist nach seiner Wahl vom Erfolg des Projektes überzeugt. „In der heutigen Zeit müssen wir Antworten für die junge Generation in der gesamten Region finden. Für Politik, die nur bis zur eigenen Landesgrenze denkt, hat niemand mehr Verständnis. Deshalb wollen wir Konzepte und Ideen entwickeln, die allen Menschen in der Metropole zu Gute kommen“, erklärte der neue Vorsitzende des JU Metropolverbandes Bremen.„Besonders in den Bereichen Windkraft (Offshore und Onshore) lohnt es sich Konzepte für die ganze Region zu entwickeln, da hier die gesamte Region gewinnen wird. Es darf kein Gegeneinander geben, sondern ein Miteinander. Dafür wollen wir uns einsetzen und vielleicht ein Stück weit Vorbild sein“, erklärte Christoph Frauenpreiß, Stadtverbandsvorsitzender der JU Cuxhaven.
Die Vorsitzende der JU Osterholz Marie Jordan denkt hier ähnlich: „Sei es Verkehrs- oder Wirtschaftspolitik – Bremen und Niedersachsen haben einfach zu lange nebeneinander hergelebt. Es wird Zeit, sich besser zu vernetzen und gemeinsame Entscheidungen zum Wohle der Bürger zu treffen. Gerade auch im Hinblick auf das aktuelle Gutachten des Innenminsteriums zu den kommunalen Strukturen in Niedersachsen hat sich gezeigt, dass Kooperationen dringend notwendig sind. In der Lebenswirklichkeit der Menschen sind die Grenzen zwischen Landkreisen und Bundesländern schon lange fließend, nun ist es an der Zeit, dass die Grenzen in den Köpfen der Politiker weniger Bedeutung haben.“
Für den Verdener JU-Chef Christopher Dürr schließt sich mit der Gründung des neues Verbandes der Kreis: „Verden, Bremen, Osterholz und Cuxhaven haben in den letzten Jahren immer gut zusammengearbeitet. Als Angela Merkel im Bundestagswahlkampf in Bremen gesprochen hat, waren wir in Mannschaftsstärke dabei, als Christian Wullf in Verden war, kamen die Autokolonnen aus Bremen, Osterholz und Cuxhaven. Das war schon Klasse. Nun einen gemeinsamen Verband zu schaffen, ist der nächste logische Schritt.“
Der Metropolrat beschloss im Oktober die erste „Metropolkonferenz“ in Verden durchzuführen. Mit hochkarätigen Gästen wollen die jungen Christdemokraten die infrastrukturelle Entwicklung mit ihren Mitgliedern diskutieren und mit den Mitgliedern aller Verbände basisdemokratisch eine gemeinsame Linie aller Verbände vereinbaren. „Ein besserer Ausbau des ÖPNV-Netzes und das kommende S-Bahn-Netz sowie eine gute Verbindung Bremens und des Umlandes über Autobahn und Straßen sind wichtige Themen für die jungen Menschen und wir wollen, dass sie schnell und sicher zwischen Bremen und seinen Umlandgemeinden pendeln können“, erklärte Engelmann abschließend.
Anlage: