Buljevic für Warnschussarrest JU für Einführung des Neuköllner Modells
Dienstag, 20.Dezember 2011Die Junge Union Bremen (JU) will sich für die Einführung des „Neuköllner Modells zur besseren und schnelleren Verfolgung von jugendlichen Straftätern“ stark machen. Dieses erlaubt vereinfachte Jugendstrafverfahren und eine schnelle Verurteilung junger Straftäter. Hierbei handelt es sich im Delikte, bei welchen eine Strafandrohung von max. 4 Wochen vorgesehen ist.
„Bremen schneidet in den Kriminalstatistiken nie gut ab. Das Betrifft auch die Jugendkriminalität“, so Daniel Buljevic, Landesvorsitzender der jungen Christdemokraten.
„Das Neuköllner Modell findet Anwendung bei Delikten mit geringer Strafandrohung. Somit ist es möglich, auffällig gewordenen Jugendlichen einen Schuss vor dem Bug zu versetzen. Wenn die Verurteilung möglichst tatnah erfolgt, ist auch der pädagogische Effekt, welcher dem JGG (Jugendgerichtsgesetz) zu Grunde liegt gegeben. Momentan müssen junge Straftäter lange auf ihr Verfahren warten. Das wird weder den Opfern, noch dem Täter gerecht. Dies verstößt auch gegen geltendes Recht auf einen fairen Prozess und liegt auch daran, dass Rot-Grün die Gerichte und Staatsanwaltschaften maßlos unterfinanziert!“
Verhandlungen in Strafsachen sollen demgemäß innerhalb von drei bis fünf Wochen nach der Tat erfolgen, so der Nachwuchspolitiker. Die Chancen auf eine baldige Einführung des Neuköllner Modells schätzt Buljevic als gering ein:
„Leider scheint der Senat auf dem Auge der Repressiven Verfolgung von Straftätern blind zu sein. Dem Justiz- und Innenressort scheinen Täterschutz vor Opferschutz zu gehen.“